Versorgung durch optimale Vernetzung verbessern Zusammenarbeit des Bonifatius Hospitals Lingen mit dem Projekt ReKo

14. Januar 2021

Kommentare

(l.: Stefanie Göcken (B.A.), ReKo-Koordinatorin Landkreis Emsland, ReKo-Case-Managerin, Bonifatius Hospital Lingen / r.: Anna-Katharina Humbert, ReKo-Case-Managerin, Bonifatius Hospital Lingen)

Das Bonifatius Hospital kooperiert mit dem Projekt Regionales Pflegekompetenzzentrum (ReKo), um gemeinsam die Versorgung von auf Hilfe angewiesenen Menschen und ihren Angehörigen in den Modellregionen Grafschaft Bentheim und dem Landkreis Emsland zu verbessern. Hierfür agieren insgesamt 15 ReKo-Case-ManagerInnen in den beiden Regionen.

Die Angebote des Pflegekompetenzzentrums im Überblick

Ein Pflegekompetenzzentrum bündelt die wichtigsten Akteure im Gesundheitswesen. Dies kann vor Ort aber auch durch digitale Vernetzung stattfinden. Zu diesen Akteuren gehören Ambulante Pflege, Stationäre Pflege, Arztpraxen, Apotheken uvm. Diese Hilfestellung findet immer individuell statt.

Hier setzen die ReKo-Case-ManangerInnen vermittelnd und unterstützend an. Die insgesamt neun ReKo-Case-Managerinnen des Emslandes sind dezentral bei den einzelnen Kooperationspartnern angesiedelt. Seit dem Interventionsstart am 01.08.2020 wurden bereits einige Klienten in das Projekt eingeschrieben. Dies ist nur möglich durch die enge Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten der einzelnen Standorte und dem Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Emsland.

Somit besteht zwischen den beiden ReKo-Case-Managerinnen Stefanie Göcken und Anna Humbert, die im Bonifatius Hospital angesiedelt sind, ein regelmäßiger und enger Kontakt mit dem Team des Sozialdienstes. Da der Sozialdienst im Rahmen des Entlassmanagement den ersten Kontakt zu potenziellen Klienten hat, können diese optimal gefiltert und bei Bedarf an ReKo vermittelt werden. Ein Erstkontakt durch eine der ReKo-Case-Managerinnen kann somit bereits im Krankenhaus erfolgen. Falls ein Case Management-Bedarf besteht, werden die Klienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus engmaschig und individuell für circa ein Jahr durch die ReKo-Case-ManagerInnen in der Häuslichkeit weiterbetreut.

Dabei verwenden sie eine digitale Plattform, auf der alle Akteure und Informationen gebündelt werden. Case Managementfälle können damit optimal bearbeitet und betreut werden. Hierfür dient auch der Einblick und Kontakt zu unterschiedlichen Leistungserbringern der Region, um bedarfsgerechte Hilfen und Entlastungsangebote zu finden.

Alle ReKo-Case-ManagerInnen befinden sich zurzeit in der Weiterbildung zum zertifizierten Case ManagerIn nach DGCC Richtlinien. Eine große Bereicherung war es daher, dass Conny Schulz, selbst zertifizierte Case Managerin, im Rahmen der Weiterbildung ihre Arbeit vorgestellt hat. Conny Schulz arbeitet seit vielen Jahren im Bonifatius Hospital Lingen und betreut als zertifizierte Case Managerin Patienten, die an einer gynäkologischen Krebserkrankung leiden. Diese Versorgungsform hat sie im Bonifatius Hospital Lingen mit viel Herz aufgebaut und geprägt. Ziel ihrer Arbeit ist es, die Betroffenen durch ihre Erkrankung zu lotsen und als Bindeglied zwischen den einzelnen Akteuren zu fungieren.

Durch die langjährige Erfahrung von Frau Schulz konnten die ReKo-Case-Managerinnen des Emslandes unterschiedliche Kompetenzen im Bereich Kommunikation mit Klienten, Abläufe im Case Management und den Umgang in besonderen und herausfordernden Situationen erlernen und mitnehmen. Durch den gemeinsamen Austausch und dem Bonifatius Hospital als Kooperationspartner wurde die gemeinsame Zusammenarbeit weiter gestärkt und gefördert.

Veröffentlicht am: 14.01.2021
Erschienen bei: Bonifatius Hospital Lingen. Zeitschrift bon-jour. Dezember-Ausgabe. Seite 49

Print Friendly, PDF & Email
Thomas Nerlinger

Thomas Nerlinger

Projektleiter Modellregion

Interesse an einer Kooperation?

Ob Hausarztpraxis, Klinik oder kommunale Sozialstation – als Teil des ReKo Netzwerkes profitieren Sie von vielen Vorteilen.

Schnelle und einfache Verfügbarkeit medizinischer Daten

Vereinfachte Kommunikation und sektorenübergreifender Datenaustausch

Verbesserung der Versorgungsstruktur im Rahmen der kommunalen Sozial- und Gesundheitsplanung

Interesse an einer Kooperation?

Ob Hausarztpraxis, Klinik oder kommunale Sozialstation – als Teil des ReKo Netzwerkes profitieren Sie von vielen Vorteilen.

Schnelle und einfache Verfügbarkeit medizinischer Daten

Vereinfachte Kommunikation und sektorenübergreifender Datenaustausch

Verbesserung der Versorgungsstruktur im Rahmen der kommunalen Sozial- und Gesundheitsplanung

Thomas Nerlinger

Thomas Nerlinger

Projektleiter Modellregion

Das könnte Sie auch interessieren

Große Resonanz bei der Grafschafter Gesundheitskonferenz

Große Resonanz bei der Grafschafter Gesundheitskonferenz

Zum siebten Mal veranstaltete die Grafschaft Bentheim die Gesundheitskonferenz – auch diesmal wieder im NINO Hochbau. Die rund 100 Besucher konnten sich auf spannende Vorträge über die Pflege in der Grafschaft Bentheim freuen. Ein Highlight war sicherlich der Vortrag...

Nach Klinik-Aufenthalt den „Drehtüreffekt“ vermeiden

Nach Klinik-Aufenthalt den „Drehtüreffekt“ vermeiden

Nicht selten kommt es vor, dass Patient*innen kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wegen derselben Diagnose erneut stationär in der Klinik aufgenommen werden: der sogenannte Drehtüreffekt. Dieses für alle Beteiligten unangenehme Phänomen hat...

Case Management für den ganzheitlichen Blick

Case Management für den ganzheitlichen Blick

Ein wesentliches Element des Regionalen Pflegekompetenzzentrums (ReKo) im Emsland und der Grafschaft ist die Vernetzung. Die Fäden verschiedener Akteure und Leistungsanbieter laufen bei den Case Manager*innen zusammen. Die Vorteile eines gelingenden Miteinanders in...

0 Kommentare

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.