Drei Fragen an… Prof. Dr. Michael Monzer

19. Juli 2021

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Im Rahmen unserer Zertifizierung der ReKo-Case-Manager*Innen nach DGCC konnten wir ein sehr interessantes Interview mit Prof. Dr. Michael Monzer führen.

Herr Prof. Monzer, vor kurzem haben die ersten ReKo-Case-Manager*innen ihre Zertifikate erhalten. Wie haben Sie die Teilnehmer*innen während der Ausbildung erlebt?

Am meisten ist mir die Verbundenheit der Absolvent*innen mit dem ReKo-Projekt aufgefallen. Sie haben ihre Abschlussarbeiten als eine Erweiterung und Optimierung des bisherigen Konzepts genutzt. Obwohl die Pandemie dazu geführt hat, dass einige Module online stattfanden, waren die Freude und das Interesse durchgängig sehr groß und der Gemeinschaftsgeist untereinander ein tragendes Element. Der Zuwachs an Kompetenz und die Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Konzept Case Management ist für mich als verantwortlicher Ausbilder jetzt zum Abschluss der Weiterbildung sehr erfreulich.

Gibt es Erkenntnisse, die Sie selbst im Zuge des gemeinsamen Arbeitens gewinnen konnten?

Neben der Kompetenz der Case Manager*innen ist deutlich erkennbar, dass das kommunale Umfeld und die Eingebundenheit der Mitarbeiter*innen in die Strukturen vor Ort von großer Bedeutung für den Projekterfolg sind. Als weiterer wichtiger Faktor hat sich der Umgang der Case Manager*innen mit den digitalen Instrumenten herausgestellt. Der konsequente Methodeneinsatz führt erkennbar dazu, dass auch mit komplexen Fällen und schwierigen Verhältnissen Fortschritte erzielt werden können.

Welche zentralen Chancen sehen Sie durch das ReKo-Projekt für das Emsland und die Grafschaft sowie für das (Pflege-)Versorgungswesen insgesamt?

ReKo hat eine außerordentlich wichtige Funktion für die Weiterentwicklung der Langzeitpflege, weil das Case Management durch seine zuverlässige und bereichsübergreifende Fallverantwortung vor allem die Risiken bei den Schnittstellen, wenn mehrere Probleme gleichzeitig bestehen, im Blick hat. ReKo hat den Anspruch durch seine kommunale Eingebundenheit rechtzeitig dort zu unterstützen, wo sich die Menschen aufhalten und Drehtüreffekte zu verhindern. Nicht zuletzt soll das Projekt als Lernende Organisation dazu führen, dass man aus den Fällen ableitet, welche Angebote in der Region funktionieren, welche fehlen und was zu verbessern ist und diese Erkenntnisse an die entscheidenden Stellen weiterleitet.

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Thomas Nerlinger

Thomas Nerlinger

Projektleiter Modellregion

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Vereinfachte Kommunikation und sektorenübergreifender Datenaustausch

Verbesserung der Versorgungsstruktur im Rahmen der kommunalen Sozial- und Gesundheitsplanung

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