Nach Klinik-Aufenthalt den „Drehtüreffekt“ vermeiden

5. Oktober 2021

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Nicht selten kommt es vor, dass Patient*innen kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wegen derselben Diagnose erneut stationär in der Klinik aufgenommen werden: der sogenannte Drehtüreffekt. Dieses für alle Beteiligten unangenehme Phänomen hat ReKo-Case-Managerin Lisa Brüggemann in ihrer Abschlussarbeit genauer untersucht.

Die Probleme sind immens: Für die Betroffenen bedeutet es eine physische und psychische Zusatzbelastung, im Krankenhaus entsteht ein zusätzlicher Ressourcenverbrauch hinsichtlich Personal, Finanzen und Bettenkapazität. Der Drehtüreffekt kann unterschiedliche Ursachen haben, wie etwa verdeckte Problemlagen daheim oder eine Überforderung von Patient*innen und Angehörigen. Auch unter „Zeitdruck“ erfolgte Entlassungen mit inadäquater Anschlussversorgung oder Schnittstellenproblematiken – etwa zwischen der Klinik und Pflegediensten oder Hausärzt*innen – können zu einer schnellen Wiederaufnahme führen.

Lisa Brüggemanns Fazit: Das ReKo-Case-Management als Ergänzung zum Krankenhaus-Sozialdienst liefert einen bedarfsorientierten Ansatz, der insbesondere durch Kommunikation und Vernetzung der zentralen Ansprechpartner*innen und einen digitalen, einheitlichen Informationsaustausch entsprechende Risikofaktoren erkennt und den Drehtüreffekt verhindern kann.

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Thomas Nerlinger

Thomas Nerlinger

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